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Der Herbst und seine Tücken
Die größte Hitze ist vorbei, abends und morgens ist es deutlich kühler. Die Autoscheiben sind beschlagen und die ersten Spinnen halten Einzug in die Häuser… der Herbst ist da! Schöne Wander-Jahreszeit mit buntem Laub und milden Sonnenstrahlen, es riecht nach Pilzen in den Wäldern und so manch einer macht sich auf die Suche.
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(Hirschlausfliege, stark vergrößert)
© Foto: Mike
Gangkofner
Bei den Streifzügen durch Wald und Flur ist die Gefahr
eines Zeckenbefalls im Herbst am größten, da Zecken feuchte
Wärme bevorzugen und bei trockener Hitze weniger stark auftreten.
(siehe hierzu mein Beitrag über Borreliose im Archiv). Seit
einigen Jahren aber werden Spaziergänger, Wanderer, Pilzesucher
und deren Hunde nicht nur von Zecken heimgesucht, sondern
vor allem in der Zeit von August bis Oktober verstärkt von
einem Ektoparasit, der eigentlich auf den Tieren des Waldes,
sprich, Reh, Dachs, Fuchs & Co. vorkommt: die Hirschlausfliege
(Lipoptena cervi). Sie fliegt verschiedene Wirte an, verliert
nach der Landung die Flügel und krabbelt dann in einem enormen
Tempo auf dem Wirt herum auf der Suche nach einer geeigneten
Bißstelle. Sie hat extrem widerstandsfähige Beinchen, mit
denen sie sich im Fell des Tieres oder in den Haaren des
Menschen festkrallt und es ist gar nicht so einfach, sie
zu entfernen. Da ihre Körper flachgedrückt sind, muß man
versuchen, sie zwischen Daumen- und Zeigefingerspitze zu
erwischen und sie dann BITTE NICHT einfach wegwerfen, sondern
mit den Fingernägeln zerquetschen oder verbrennen mit einem
Feuerzeug. Wirft man sie nur weg, wird der nächste Wirt
befallen und sie können sich weiter so rasant ausbreiten,
wie das bislang der Fall ist.
Vor Jahren hat außer Förstern und Jägern von diesen Parasiten
nur selten jemand gehört, jetzt sind Internetforen zu den
Themen Reiter, Geocache, Outdoor, Jagdhund und Pilzesammeln
voll mit Beiträgen bundesweit von Menschen, Pferden, Hunden
die befallen waren und werden. Sowohl Pferde- als auch Hundebesitzer
berichten bei Befall der Tiere von extremer Nervosität ihrer
Tiere (wer einmal eine Hirschlausfliege auf sich krabbeln
hatte, hat dafür vollstes Verständnis!). Da die Hirschlausfliege
sich sehr gerne in die Nähe des Hinterteils begibt, beim
Hund meist in dem Behang der Hinterbeine und im Schwanz,
beim Pferd meist unter der Schweifrübe zu finden ist, bemerken
die Tierhalter, dass ihr Tier sich unentwegt panisch zum
Schwanz-/Schweifansatz umdreht, manchmal bleibt ein Hund
auch einfach mitten beim Spaziergang sitzen und geht keinen
Schritt mehr weiter, versucht sich hinten zu belecken und
zu beissen. Sollten Sie während eines oder nach einem Spaziergang
so eine Reaktion ihres Hundes bemerken, so sollten Sie ihn
am besten mit einem Flohkamm ausgiebig (auch mal gegen den
Strich) durchkämmen. Im feingefächerten Kamm bleiben die
Lausfliegen meist im Fell krabbelnd hängen, und man kann
sie dann dementsprechend einfangen und töten. Fängt man
sie lebend ein und gibt sie bspw. in ein Glas- oder Plastikröhrchen,
bitte Vorsicht! Die Tierchen purzeln darin nach einiger
Zeit wie tot herum, aber das sieht leider nur so aus. Würde
man das Röhrchen öffnen und an Haut/Fell hinhalten, beginnt
die Lausfliege flink wie eh und je loszukrabbeln!
Leider lässt sich dieser Parasit nicht von Autan und ähnlichen
Insektenschutzmitteln beeindrucken. Ebensowenig stimmt die
Information, dass es sich um einen wirtsspezifischen Parasiten
handelt, der weder den Menschen, noch den Hund oder das
Pferd beißt. Das bis zu 8 mm große Krabbeltier ist heutzutage
scheinbar nicht mehr sehr wählerisch. Es wird jedenfalls
häufig von stark juckenden Bissen bei Menschen, Hunden und
Pferden berichtet, nachdem eine Hirschlausfliege ihre Blutmahlzeit
eingenommen hat. Dabei kann sie unter Umständen den Krankheitserreger
„Bartonella schoenbuchensis“ übertragen, der zu unangenehmen
Pusteln auf der Haut führt und sogar im Verdacht steht Herzklappen
zu befallen (Untersuchung von Prof. Rüdiger Braun, Stuttgart).
Einen Vorab-Schutz, damit man nicht befallen wird, gibt
es nicht, wobei ein Förster mal Essig empfahl. Ein herkömmliches
Spot-On-Präparat wie Frontline usw. „schützt“ lediglich
insoweit, als der darin befindliche Wirkstoff , der in das
Blut des Wirtstieres übergeht, den Parasiten beim Saugen
abtötet. Am erfolgreichsten ist, wie bei Zeckenbefall auch,
das täglich Absuchen, Auskämmen und ggf. im Anschluß daran
bei einem stärkeren Befall das Waschen des Tieres.
Ablenken von dem Gekratze und Gejucke, das einen bei der
Lektüre dieses Artikels allenthalben befällt, kann einen
passionierten Pilzesammler oder Herbstfan ein schöner Parasol,
Steinpilz oder ähnliches. Ich wünsche Ihnen einen unbeschwerten
wundervollen Herbst ohne lästige Parasiten!
Winterzeit
- Durchfallzeit?
So wie Frühjahr und Herbst gerne die Zeiten für
Zecken, Flöhe & Co sind, sind Sommer und Winter oft
die Zeit von Durchfall und Verdauungsproblemen. Das hängt
mit Dingen wie Pfützen-, Fluss- oder Schmelzwasser, Schneeresten,
frisch aufgetauten „Schmuddel-Pfützen“ u.v.m.
zusammen. Zunächst aber ein paar wichtige Hintergrundinformationen
zu Durchfällen:
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Man unterscheidet zwischen akutem und chronischem Durchfall
und nach der Lokalisation des Durchfalls, Dünn- oder
Dickdarm. Bei letzterem Unterscheidungsmerkmal gilt:
Ist Blut im Kot hellrot und frisch, kommt es aus dem Dickdarm,
ist es dunkelrot und „verdaut“ kommt es aus
dem Dünndarm. Schleimbeimengungen kommen bei „Dickdarmdurchfall“
vor, Gewichtsverlust bei „Dünndarmdurchfall“.
Der Dünndarm verdaut komplexe Moleküle und nimmt
die daraus resultierenden kleinen Moleküle auf. Um
diese Aufspaltung vornehmen zu können, werden die Gallensalze
der Leber und die Verdauungsenzyme der Bauchspeicheldrüse
benötigt. Der Dickdarm hat die Aufgabe der Wasser-
und Elektrolytaufnahme und die Anschoppung des Kotes.
Die Darmflora enthält bei gesunden Menschen und Tieren
etliche nützliche („gute“) Bakterien, die
Voraussetzung sind für eine gut funktionierende Verdauung.
Durch Krankheiten, aber auch Medikamente wie Antibiotika
und Wurmkuren, kann die natürliche Darmflora geschädigt
werden und ins Ungleichgewicht geraten. Daher sollte nach
Verabreichung von Antibiotikum oder einer Wurmkur regelmäßig
eine „Darmsanierung“ erfolgen! Sprechen Sie
hierauf Ihren Tierheilpraktiker an.
Generell gilt:
Sowohl akute als auch chronische Durchfälle bedürfen
auf jeden Fall einer Abklärung, wenn sie länger
als 2 Tage andauern.
Einen kurz andauernden, meist nicht behandlungsbedürftigen
Durchfall in den ersten schneereichen Tagen beim Hund kennt
jeder. Die Tiere toben freudig im ersten Schnee herum und
stillen ihren Durst mit Schnee, oder aber beißen einfach
vor lauter Vergnügen dauernd in das glitzernde Weiß.
Häufig gehen akut eintretende Durchfälle aber
auch von Parasiten aus, klassischerweise von Wurmbefall,
allerdings sind auch andere parasitäre Ursachen immer
mehr im Vormarsch, wie z.B. Giardien, Kokzidien oder Infektionen
mit Corona- oder Rotaviren.
Wie soll man nun vorgehen?
Zunächst sollte der Magen-Darm-Trakt beruhigt werden,
was man mit krampflösenden homöopathischen Mitteln
gut gewährleisten kann. Ferner ist auf die Erhaltung
des Flüssigkeitsgleichgewichts zu achten, um damit
eine Unausgewogenheit der Säuren, Basen und Elektrolyte
auszugleichen. Der Durchfallpatient sollte nur ganz kleine
Mengen Futter zu sich nehmen, am besten leichtverdauliche
Dinge, wie Reis, Kartoffelbrei, Quark (bitte keinen Magerquark,
der ist zu sauer!) oder Hüttenkäse, getrocknete
Brezeln, getrocknetes Weißbrot.
Antibiotika sollten nur dann eingesetzt werden, wenn es
Hinweise darauf gibt, dass Bakterien in die Darmschleimhaut
eindringen, bei Virusinfektionen nützen Antibiotika
gar nichts! Sollten Sie unsicher sein, ob es richtig ist,
Antibiotika zu verabreichen, wenden Sie sich zunächst
an Ihren Tierheilpraktiker. Ein verantwortungsvoller Tierheilpraktiker
ist kein fanatischer Gegner der Schulmedizin, sondern verweist
rechtzeitig, wenn notwendig, auch auf die Behandlung mit
Antibiotika oder Penicillin.
Blutige Durchfall-Perioden mit scheinbar „gesunden“
Verdauungsperioden im Wechsel sind im Sommer häufig.
Die Tiere sind fit und haben kein Fieber, fressen gerne
und es geht ihnen „eigentlich“ gut, nur manchmal
ist ihr Kot manchmal während mehrerer Tage blutig.
Dies könnte ein Hinweis auf Giardien sein. Diese lassen
sich in frischen Kotproben beim Tierarzt mittels ELISA-Test-Kit
oder mikroskopisch nachweisen. Giardien halten sich am besten
bei feuchter Wärme und haben im Sommer beste Überlebenschancen.
Leider kann man Giardien nicht mit Naturheilverfahren beseitigen,
da muß schon die chemische Keule geschwungen werden.
Allerdings kann und sollte man danach auf jeden Fall den
Darm sanieren, das heißt zur Regeneration der Darmschleimhaut
beitragen (z.B. u.a. sie mit „guten“ Bakterien
bestücken, da diese durch die heftigen Medikamente
auch kaputt gegangen sind).
Treten solche blutigen Durchfälle im Winter auf, sind
es meist akute Infektionen mit Corona- oder Rotaviren. Diese
Viren mögen es gerne kühl und können im Winter
hervorragend überleben. Die Maßnahmen bei einer
solchen Infektion sind wie oben beschrieben: vor allem Beruhigung
der Magen-Darm-Spasmen, Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr,
zunächst 1 Tag kein Futter, danach nur kleine leichtverdauliche
Mahlzeiten, Zufuhr von Heilerde und ggf. anderen naturheilkundlichen
Durchfallmitteln, und wenn sich alles beruhigt hat: An den
Wiederaufbau der Darmflora denken!
Borreliose-Impfung
Immer wieder taucht die Frage auf: Soll
ich meinen Hund vorsorglich gegen Borreliose impfen lassen?
Zecken aus aller Herren Länder sind mittlerweile auch bei
uns im Vormarsch. Viele davon (z.B. die französische oder
ungarische Zecke) haben einen sehr viel kürzeren Entwicklungszyklus
als unsere heimische Zecke (der Holzbock – Ixodes ricinus),
d.h. sie können sich explosionsartig innerhalb eines Jahres
vermehren.
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Oft
wird Hundehaltern geraten, ihren Hund gegen Borreliose impfen
zu lassen, da diese Impfung vor Gelenkentzündung aufgrund
des Zeckenbisses schützen soll. Für Menschen gibt
es diese Impfung noch nicht, obschon erwiesenermaßen
der Mensch wesentlich anfälliger für diese Krankheit
ist. Laut Statistik erkranken nur 5 Prozent der Hunde, die
von Zecken gebissen wurden an Borreliose. Die Mehrheit der
Hunde kommt im Laufe des Lebens mit Borrelien (gramnegativen
Bakterien der Ordnung Spirochaetaceae) in Kontakt und bildet
automatisch Antikörper dagegen, ohne jemals daran zu
erkranken.
Der Impfstoff gegen Borreliose schützt nur gegen eine
bestimmte Art der Borrelien, die hierzulande relativ selten
vorkommt. In Deutschland und Europa gibt es nämlich
mehrere Arten von Borrelien (sog. Serospezies), gegen die
der hier im Handel befindliche Impfstoff aber nicht wirkt.
In den USA wurde bei Tests erwiesen, dass gerade das Impfen
gegen Borreliose das Tier erst empfänglich machen für
die Krankheit, da es sich um ein Ganzkeim-Bakterin („dirty
vaccine“) handelt.
Als Nebenwirkungen können allergische Überempfindlichkeitsreaktionen
auftreten, sogar epileptische Anfälle sind in der Folge
einer Borreliose-Impfung schon beobachtet worden.
Allgemein kann man einen Zeckenbefall nicht zu hundert
Prozent verhindern. Auch Tiere, die mit „spot-on“
Präparaten behandelt wurden, oder Zeckenhalsbänder
tragen, werden dennoch manchmal von Zecken gebissen, nur
dass diese dann durch den im Blut des Hundes befindlichen
Wirkstoff des Zeckenschutzmittels bei ihrer Blutmahlzeit
sterben. Ich empfehle, täglich – am besten abends
nach dem letzten Spaziergang – den Hund abzusuchen
und die vorhandenen Zecken schonend mit einer Zeckenzange
zu entfernen. Zwischenzeitlich wissen ja die meisten, dass
bei der Entfernung von Zecken bitte keine „Hilfsmittel“
mit Öl oder Eisspray zu verwenden sind, da dann die
Gefahr besteht, dass die Zecke ihren Darminhalt entleert.
Gerade dies könnte dann die Infektion mit einem der
gefährlichen Krankheitserreger zur Folge haben.
Übrigens, da wir gerade bei Zecken sind: die oft angepriesene
homöopathische Zeckenprophylaxe ist leider ein Ammenmärchen,
das Sie gerne glauben dürfen, wenn Sie es wünschen,
das an sich aber schon den Regeln der Homöopathie widerspricht.
Unter Umständen können Sie mit verabreichten Mitteln
wie Sulphur oder Ledum, die gegen Zecken eingesetzt werden
sollen, andere Krankheiten im Tier aufkeimen lassen, oder
wichtige Symptome einer Krankheit unterdrücken. Einen
vielleicht eintreffenden Zeckenbiss kann man aber dadurch
sicher nicht verhindern. Sollten sich bei Ihrem Tier nach
einem Zeckenbiss ungewöhnliche Reaktionen (starker
Juckreiz, starke Rötung und Schwellung etc.) zeigen,
so kann man dies mit Naturheilverfahren gut behandeln.
Der Sommer hat begonnen
Der Sommer hat Einzug gehalten und wir
alle freuen uns über schönes Wetter. Durch die klimatischen
Veränderungen, die unsere Breitengrade erleben,
bringt der Sommer oft fast tropische Temperaturen und gleichzeitig
Feuchtigkeit mit sich. Dies ist nicht nur für Menschen
sondern auch für unsere tierischen Begleiter
mitunter ziemlich strapaziös und es gilt daher, einige
Dinge verstärkt zu beachten.
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Tiere, die viel sich selber überlassen sind, wie beispielsweise
Katzen, verlagern die Zeit ihrer Aktivität von sich aus
in die späteren Nachmittags- /Abendstunden. Am liebsten
würden wir es ihnen gleichtun und vor allem die besonders
heißen Mittagsstunden meiden, aber dies ist natürlich
nicht jedem Tier oder dessen Halter möglich. Manche Hundehalter
haben von Berufs wegen feste Zeiten, zu denen sie mit ihrem
Schützling spazieren gehen können, und ein Hund
(insbesondere der Hund, der in einer Stadtwohnung gehalten
wird) muß möglichst drei Mal am Tag die Gelegenheit
bekommen, sich zu lösen.
Allen Glücklichen, die frei über ihre Zeit verfügen
können, sei empfohlen, früh morgens und dann erst
wieder am späten Nachmittag spazieren zu gehen. Viele
beobachten dabei, dass ihr Hund plötzlich regelrecht
„nachtaktiv“ wird, erst abends so richtig in Fahrt
kommt und dann spielen und toben will. Muß man zwangsweise
mittags gehen, so sollte man schattige Strecken aussuchen,
eine Pause auf einer Parkbank einbauen, an einen Bach, Fluss
oder See gehen, und auf jeden Fall immer mit frischem Wasser
und einem Trinkbehältnis ausgerüstet sein.
Haben Sie kein Gewässer in ihrer Nähe, so können
Sie den Hund nach dem Gassigang – je nach Toleranz des
Tieres – abduschen, mit dem Schlauch abspritzen (bitte
mit den Pfoten anfangen, s.u.), mit feuchten Tüchern ??
abrubbeln, oder diese zur Kühlung auflegen. Bei den Spaziergängen
an Seen, Flüssen oder dem Meer sollten Sie bitte darauf
achten, dass der Hund nicht völlig überhitzt, direkt
aus dem Toben heraus mit vollem Schwung in das Gewässer
springt (wie mancher Labrador das gerne tut), sondern vom
Ufer aus hineinläuft, damit sich die Pfoten zuerst abkühlen.
(Das ist übrigens auch wichtig für die ganz Unerschrockenen
unter den Hunden, die auch im Winter
bei eisigem Wetter kein Wasser scheuen: bitte achten Sie darauf,
dass der Hund sozusagen „Pfote für Pfote“
mit dem eiskalten Wasser in Berührung kommt, sonst droht
ein Nierenschock.)
Badet oder schwimmt ihr Hund gerne, so sollten Sie vermehrt
Ihre Aufmerksamkeit auf seine Haut und sein Fell richten.
Öfter kommt zu allergischen Reaktionen, je nach bakterieller
Belastung oder Verunreinigung des Gewässers durch Wasservögel.
Apropos Fell und Haut: auch Tiere können Sonnenbrand
bekommen, insbesondere die hellhäutigen, weißhaarigen
Rassen unter ihnen. Hier trägt man vorsorglich unparfümierte
Sunblocker auf die schlecht pigmentierten exponierten Stellen
auf.
Tägliches Bürsten empfinden die Tiere im Sommer
als sehr angenehm, manch einem langhaarigen Hund erleichtert
man den Sommer durch eine Schur. Kleine Wunden dürfen
gerade im Sommer nicht unbeachtet bleiben. Durch die Wärme
und die Feuchtigkeit werden Fliegen angezogen, die gerne Wunden
zur Eiablage nutzen. Daraus kann sich, wenn man dies einige
Tage nicht bemerkt, eine heftige Wund-Myiasis (Fliegenlarvenbefall
der Wunde) entwickeln, die für Tier und Therapeut sehr
unangenehm in der Behandlung ist. Lieber gleich die Wunde
z.B. mit verdünnter Calendula-Tinktur desinfizieren und
gut beobachten. Da in der Sommerzeit viele Insekten unterwegs
sind, empfiehlt es sich, z.B. für den Fall eines Bienen-
oder Wespenstichs eine kleine homöopathische
Notfallapotheke unterwegs mitzuführen. Hierzu berate
ich Sie gerne.
Man sollte vermeiden, dass der Hund seinen Durst stillt, indem
er aus Pfützen oder stehenden Gewässern trinkt,
da sich schädliche Keime und Bakterien darin gut halten
und vermehren können, und es öfter zu Durchfällen
kommen kann. Beim Schwimmen im Meer schlucken viele Hunde
immer wieder Salzwasser, das lässt sich schwer verhindern.
Es sollte aber unterbunden werden, dass der Hund regelrecht
Salzwasser anstelle von normalem Wasser trinkt, da es danach
häufig zu hartnäckigen Durchfällen und manchmal
sogar Erbrechen kommen kann. Also: bieten Sie Ihrem Hund immer
stattdessen ausreichend frisches Trinkwasser an!
Ältere Hunde, insbesondere die herzkranken unter ihnen,
leiden sehr unter Hitze. Gehen Sie bitte lieber öfter ganz kurz mit diesen Tieren raus, und beachten das vorher
Erwähnte. Den Kreislauf unterstützen Sie mit Kühlung,
einem schattigen Rückzugsort für den Hund, täglichen
Massagen des gesamten Körpers und ggf. mit homöopathischen
Mitteln – gerne können Sie mit mir diesbezüglich
einen Beratungstermin vereinbaren. Auch die Ernährung
sollte der verminderten Aktivität angepasst werden. Wir
Menschen essen im Sommer ja auch lieber einen leichten Salat,
als einen fetten Gänsebraten.
Immer wieder begegnen mir tagsüber bei brütender
Hitze Radfahrer mit Hundebegleitung, oft in einem erschreckenden
Tempo. Das ist fahrlässig, da der Hund gar keine Chance
bekommt „auf seinen Körper zu hören“
und zu rasten, wenn er das benötigt. Daß man Hunde
nicht im Sommer im Auto sitzen lässt, weiß sicherlich
jeder. Selbst, wenn Sie die Fenster geöffnet haben und
der Wagen im Schatten geparkt ist, heizt sich ein Auto sehr
schnell extrem auf und es droht binnen kürzester Zeit
ein Hitzschlag.
Wenn Sie diese Tips alle beachten, können Sie getrost
die schönen Seiten des Sommers genießen, wie die
herrlich blühende Natur, den Badespaß mit dem Hund,
die langen Abende und noch vieles mehr! Ich wünsche Ihnen
und Ihren Vierbeinern jedenfalls einen unbeschwerten und schönen
Som??mer 2008!
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